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Hautpflege in Abhängigkeit von der Lokalisation

Je nach Lokalisation variieren Dicke und Konsistenz der Haut. An den Augenlidern, an Gesicht und Hals, sowie in den Achselhöhlen und Leisten ist die Haut besonders dünn, während die Handinnenflächen und Fußsohlen als Regionen mit „dicker Haut“ bezeichnet werden. An Unterarmen und Unterschenkeln ist die Haut trockener als in den sogenannten seborrhoischen Arealen (Augenbrauen, Nasolabialfalte, Brust).
Nachfolgend werden Empfehlungen zur Hautpflege verschiedener Körperareale gegeben.

Gesicht und Hals
Die Gesichtshaut verfügt über ein recht lockeres Netzwerk aus Kollagenfasern, das mimische Bewegungen zulässt. An den talgdrüsenreichen Areale (Nasolabialfalte, untere Stirn, Kinn) treten bevorzugt Erkrankungen wie Akne und seborrhoisches Ekzem auf. Eine adäquate Hautpflege berücksichtigt Hauttyp, Lebensalter und ggf. bestehende Hauterkrankungen . Hals und Dekolleté sollten bei der Hautpflege des Gesichtes nicht vergessen werden.

Augenlider/ Periorbitalregion
Die Haut an Augenlidern und periorbital ist sehr dünn und produziert nicht so viele Lipide (Fette) wie andere Hautareale. Hier ist es wichtig, nicht zu reiben, da dies zu Faltenbildung führen kann. Stattdessen sollten Pflegeprodukte mit leicht klopfenden Bewegungen aufgetragen werden.
Eine adäquate Hautpflege in dieser Region richtet sich nach Alter, Hauttyp und ggf. bestehenden Hauterkrankungen.

Hände
Die Handinnenflächen weisen eine breite Epidermis (Oberhaut) auf und enthalten viele Schweißdrüsen. Außer den Fußsohlen sind es die einzigen Körperareale, die weder über Haare noch über Talgdrüsen verfügen. Die Haut am Handrücken ist dünner, und fühlt sich meist trockener an als in der Handinnenfläche.
Eine adäquate Hautpflege berücksichtigt Hauttyp und ggf. bestehenden Hauterkrankungen.
Wenn die Handinnenflächen feucht und die Handrücken trocken sind, sollten zwei unterschiedliche Pflegepräparate eingesetzt werden. Dann sind leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen für die Handinnenflächen und reichhaltige Wasser-in-Öl-Emulsionen, ggf. mit Harnstoff oder Milchsäure, für die Handrücken zu empfehlen.
Wenn die Hände aufgrund des bestehenden Hauttyps oder einer Hauterkrankung trocken sind, bedarf es häufig besonders reichhaltiger Pflegeprodukte. Dann sollten fettreiche Wasser-in-Öl-Emulsionen mit wasserbindenen Zusatzstoffen (z.B. Harnstoff) angewendet werden.
Bei Bläschenbildung, Nässen und Erosionen an den Händen können harnstoffhaltige Präparate zu brennenden oder stechenden Empfindungen führen und sollten daher, wenn überhaupt, nur mit Vorsicht angewendet werden.
Bei vermehrter Schweißbildung in den Handinnenflächen können schweißhemmende Produkte zur Anwendung kommen.
Da an den Händen Kontakt zu hautreizenden oder Allergie-auslösenden Stoffen bestehen kann, sollte je nach ausgeführter Tätigkeit ein adäquater Hautschutz betrieben werden.

Füße
Die Fußsohlen weisen eine breite Epidermis (Oberhaut)rauf und enthalten viele Schweißdrüsen. Außer den Handinnenflächen sind es die einzigen Körperareale, die weder über Haare noch über Talgdrüsen verfügen. Die Haut am Fußrücken ist dünner, und fühlt sich meist trockener an als an der Fußsohle.
Eine adäquate Hautpflege berücksichtigt Hauttyp und ggf. bestehenden Hauterkrankungen.
Gewöhnlich benötigt die Haut am Fußrücken rückfettende Pflegepräparate, während an den Fußsohlen je nach Hautbeschaffenheit, Schweißbildung und bestehenden Erkrankungen bzw. Infektionen entweder schweißhemmende Produkte, antibakterielle Lotionen, Puder oder reichhaltige Pflegepräparate notwendig sind.
Feuchtigkeit an den Fußsohlen und zwischen den Zehen bakterielle und mykotische (Pilz-) Infektionen. Daher sollten diese Areale durch das Tragen adäquater Strümpfe (Baumwolle statt Synthetik), Auftragen schweißhemmender Gels oder Cremes und Trockenreiben nach dem Baden/ Duschen möglichst trocken gehalten werden.
Diabetiker sollten besonders auf die Haut an Füßen, Zehen und Zehenzwischenräumen achten.
Bei Bläschenbildung, Nässen und Erosionen an den Fußsohlen können harnstoffhaltige Präparate zu brennenden oder stechenden Empfindungen führen und sollten daher, wenn überhaupt, nur mit Vorsicht angewendet werden.

Intertriginöse Areale
In den Achselhöhlen, Leisten und perianal liegt Haut auf Haut, was zu erhöhter Feuchtigkeit, Mazeration und anschließenden bakteriellen oder mykotischen (Pilz-) Infektionen führen kann. Daher sollten diese Areale möglichst trocken gehalten werden. Reichhaltige Pflegepräparate oder Wasser-in-Öl-Emulsionen sollten hier nicht zur Anwendung kommen.
Da die erhöhte Feuchtigkeit die Entwicklung von Kontaktallergien fördern kann, sollten hier auch keine Produkte aufgetragen werden, die häufige Allergene enthalten.



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